• 14.09.2010, 20:00 - 14.09.2010, 22:00

    Ort: Gaststätte Haus Budde 
            (Imbuschstr. 58)
    Beginn:   20.00 Uhr

    Themen:  Adventsfeier, Verschiedenes

 

Konzeption der Offenen Ganztagsschule an der kath. Barbaraschule

Einleitung Die Barbaraschule ist seit dem 1. August 2005 eine „Offene Ganztagsschule“ ( im Folgenden als OGS bezeichnet) Die Konzeption soll einen Einblick in die Grundsätze und Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit geben. Sie ist jedoch nicht als starres Regelwerk zu betrachten , sondern offen und in stetigem Wandel zu sehen, da sie auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Kinder ausgerichtet ist.

 

Rahmenbedingungen

Die OGS Barbaraschule unterliegt der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO). In Anlehnung an das Schulprogramm der Barbaraschule werden von der AWO die konzeptionellen Rahmenbedingungen für die OGS festgelegt. Zur Zeit wird unsere OGS von 77 Kindern besucht. Für die Betreuung stehen 6 pädagogische Fachkräfte zur Verfügung sowie eine Hauswirtschaftskraft. Dazu kommen Lehrerstunden und AG Leiter. Unserer Räumlichkeiten bestehen aus zwei großen Gruppenräumen, die durch eine Tür verbunden sind, eine Teeküche, ein Leseraum und eine Mensa. Wir nutzen aber auch die Turnhalle sowie Musik-, Werk-, PC-, und Klassenräume der Schule. In Kürze werden im Dachgeschoss ca. 60m2 für die OGS ausgebaut.

 

Grundsätze / Aufträge / Ziele

„Die Offene Ganztagsschule im Primarbereich soll durch die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe, gemeinwohlorientierten Institutionen und Organisationen aus Kultur und Sport, sowie weiteren außerschulischen Partnern eine Lernkultur entwickeln, die die Schülerinnen und Schüler in ihren Begabungen und Fähigkeiten unterstützen, fördern und fordern.“ Erlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW vom 12.02.2003, zuletzt geändert am 26.01.2006 In unserer Einrichtung steht das Wohl des Kindes im Vordergrund. „Kinder sind unserer Zukunft“ ist die Zielsetzung und Betriebsphilosophie des Barbarahauses. Kinder sind stark zu machen und ihnen Rüstzeug mitzugeben um ist unserer Gesellschaft mitwirken zu können, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Die OGS soll durch ihre Rahmenbedingungen auch die Verlässlichkeit des Ganztagesangebotes für Eltern sichern, um hierdurch einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu leisten. Im Barbarahaus wird nach dem situationsorientierten Ansatz gearbeitet. Er gibt den Kindern die Möglichkeit, individuelle Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu verstehen, bedeutsame Fragen zu beantworten, um aus der Bewältigung erlebter Situationen und Ereignisse (Erfahrungen) individuelle und soziale Kompetenzen auf – und auszubauen. Der situationsorientierte Ansatz baut seine grundlegenden Prinzipien auf bestimmte Werte auf, die die Mitsprache, die Wertschätzung und die Achtung beinhalten. Ebenso die individuellen Bedürfnisse und Akzeptanz unterschiedlicher Interessen.

 

Ziele und pädagogisches Gestaltungsangebot:

 

Förderung des sozialen Lernens und der Selbstständigkeit

Leben in einer Gemeinschaft, Kontakte knüpfen, Konflikte bewältigen, Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen durch:

- strukturierten Tagesablauf

- gemeinsames Mittagessen

- freies Spiel mit anderen Kindern

- Gesellschafts- und Rollenspiele

- Auswahl und Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften

- Feste Regeln und Grenzen

 

Sprach- und Leseförderung

Kommunikationsfähigkeit, Erweiterung des Sprachschatzes, Konzentration, Ausdauer und Wissen durch:

- Gesprächskreise

- Geschichten, Spiele, Bücher

- Leseraum

- Rollenspiele

- Theaterprojekt

Das Theaterprojekt ist nur möglich im Rahmen des Programms Schule und Kultur und ist nur unter bestimmten finanziellen Vorraussetzungen durchführbar.

 

Bewegung

Körperwahrnehmung und Körperbeherrschung, Koordination und Gleichgewicht, Geschicklichkeit, Grobmotorik durch:

- Sportangebote in der Halle z. B. Basketball

- Spiel und Bewegung auf dem Schulhof

 

Kreativitätsförderung

Kreativität und Phantasie, Eigenaktivität, Feinmotorik, Ideen entwickeln und verwirklichen durch:

- Malen, Basteln, Backen, Werken

- Erlernen von Kreativitätstechniken

- Musik und Schach – AG

 

Natur – und Umweltkenntnisse

Aufgeschlossenheit gegenüber der Natur und deren Wertschätzung, Sinneswahrnehmung, Wissen über Naturgegebenheiten, Freude am Entdecken und Erleben der Umwelt durch:

- Leben mit dem Jahreskreislauf

- Gestalten mit Naturmaterialien

- Schulgartenprojekt 

 

Besonderheiten

Feste und Feiern im Jahreskreis

- Besondere Ereignisse verbreiten eine Atmosphäre von Spannung und Neugier 

  und Aufgeschlossenheit und haben somit eine wichtige Funktion in der 

  erzieherischen Arbeit im OGS.

- Karnevalsfeiern, Ostereiersuchen, sowie Familienfeste und Ausflüge sind ein

  fester Bestandteil in unserer Einrichtung und fördern das vertrauensvolle

  Miteinander.

 

Kommunikation und Zusammenarbeit

Eine gute Zusammenarbeit im Team stellt für uns die Grundlage für effektives und zielgerichtetes Handeln dar. Aus diesem Grund finden in regelmäßigen Abständen Teamsitzungen statt, in denen außer organisatorischen Angelegenheiten auch der Austausch über die Kinder ein wichtiger Bestandteil ist. Außerdem nehmen wir an verschiedenen Tortbildungen zu Aufgabenbereich OGS teil, um den pädagogischen Anforderungen qualifiziert zu entsprechen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern kann die OGS die Erziehung in den Familien sinnvoll unterstützen und das Verhalten der Kinder verstehen und einordnen. Zur Information über Angebote und Abläufe der Betreuung im OGS finden Elternabende statt. Es gibt täglich Gelegenheit zu einem Gesprächsaustausch zwischen pädagogischen Mitarbeitern und Eltern. Nach Absprache auch gemeinsam mit dem Klassenlehrer/ der Klassenlehrerin. Ein Informationstausch mit den Lehrern und eine gute Zusammenarbeit fördern die Effektivität der gegenseitigen Arbeit ist deshalb von großer Bedeutung. Regelmäßige Gespräche mit der Schulleitung, Teilnahme an Lehrerkonferenzen tragen des Weiteren zu einem zielgerichteten und gut organisierten Arbeitsablauf bei. Im Zusammenhang mit dem „Bündnis für Erziehung“ haben Schule und Ganztagsschule eng zusammengearbeitet und gemeinsam Leitsätze entwickelt. So entstehen im Ganztag durch die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Kultur und Sport viele Lerngelegenheiten, die die Eltern und die Kinder gern wahrnehmen.